Die Höhle Geraní

Die Höhle Geraní

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Die Geschichte der Höhle

Während der Bauarbeiten an der Nationalstraße fand man 1969 unterhalb der Brücke der "Kyaní Aktí" bei Geráni 6km von Réthymnon entfernt, eine Höhle, die in touristischer, paläontologischer, prähistorischer und archäologischer Hinsicht von internationaler Bedeutung ist.

Der natürliche Höhleneingang wurde von herabgestürzten Felsbrocken verschüttet.

Als erster erkundete der Archäologe Ch. I. Makrís diese Grotte. Er fand von innen her den natürlichen Höhleneingang und konnte ihn dann auch von außen feststellen, indem er den Resten einer in einen Felsbrocken gehauenen Treppe folgte. Diese Treppe datierte er in die minoische Epoche.

Es folgten Forschungen des Naturwissenschaftlers El. Platákis sowie Ausgrabungen der "Verwaltung der Altertümer" von Chaniá. Der Paläontologe M. Dermintzákis entdeckte Elefantenknochen. Eine Studie über die Möglichkeit, die Höhle begehbar zu machen, wurde von Anna Petrocheilou erstellt.

Der erste Besucher war Herr N. Apostolákis aus Geráni. Er fand die Skelette zweier Menschen, eines Mannes und einer Frau, in Ruhestellung. Wahrscheinlich starben sie, weil sie durch die Verschüttung des Einganges eingeschlossen wurden.

Bei den Ausgrabungen fand man Scherben, Werkzeuge aus Stein und Knochen, menschliche und tierische Knochen, den Schädel eines Hirschs usw. Ein großer Teil dieser Funde ist im Museum von Réthymnon ausgestellt.

Die Höhle besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Räumen, die überaus reich an wundervollen Tropfsteinbildungen sind. Der sechste Raum liegt parallel zum ersten, wo sich der natürliche Eingang befindet. Die Temperatur der Höhle beträgt 16C, sie umfaßt 1.200m² Fläche.

    Die Besichtigung der Höhle

    Wir gehen durch den ersten Raum, der 13 x 4 x 4m umfaßt, und kommen in den "Märchensaal" von 12 x 16 x 4,5m mit seltsamen, unwirklich anmutenden Tropfsteinbildungen. Im "Raum mit den Kronleuchtern" (7 x 14 x 4m) bewundern wir die von der Decke hängenden leuchterartigen Gebilde, und erstaunt stehen wir im "Saal mit dem kolossalen Säulenumgang" vor den riesenhaften Säulen, von denen jede über 3m Durchmesser mißt. Schließlich gelangen wir in den "Korallenraum" (5 x 13 x 20,5m), in dem Korallensinter auf Stalagmiten wachsen und den eine Reihe niedriger Säulen in zwei Abschnitte teilt. Vom Ende dieses Raumes geht ein schmaler Gang aus, durch den das letzte Höhlenwasser eingedrungen war.

    Durch weitere Gänge kommen wir zur "Elefantengrotte"
    (15 x 3,5 x 4m) mit bewundernswerten Sinterbildungen, wo sich die schon erwähnten Elefantenknochen befunden haben. In diesem Raum ist der natürliche Höhleneingang. Hier sollen in einer Vitrine die Höhlenfunde ausgestellt werden.

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