Die Höhle Agia Paraskeví

Die Höhle Agia Paraskeví

Homepage

Die Geschichte der Höhle

Eine bemerkenswerte kretische Höhle, die von unseren Vorfahren in der Antike und anschließend in der christlichen Zeit als Kulthöhle benutzt wurde, ist auch die Grotte der «Agia Paraskeví» in der Nähe des Dorfes Skoteinó, 21,5km von Iráklion entfernt.

Daß hier eine unterirdische Kultstätte war, wird durch bedeutende Fundgegenstände bezeugt, wie Altäre, Weihgeschenke, zu kultischen Zwecken benutzte Stalagmiten, Scherben, römische Öllämpchen, Tierknochen, Muscheln u. a. m. Man entdeckte auch Stalagmiten, deren natürliche menschen- oder tierähnliche Gestalt durch künstliche Bearbeitung in früheren Epochen stärker hervorgehoben wurde.

In der Antike wurde hier die Göttin Britómartis verehrt, die in der christlichen Zeit von der Heiligen Paraskeví abgelöst wurde.

An der gleichnamigen Kapelle über dem Höhleneingang versammeln sich am Namenstag der Heiligen eine Menge Gläubige und verbringen den Kirchweihtag mit Tanz und Gesang auf dem rechts vom Höhleneingang dazu hergerichteten Platz.

Die Grotte wurde von Evans, J. Pendlebury, P. Faure und S. Alexiou archäologisch untersucht. Sie ist 134m lang, 36m breit, 25-40m hoch und umfaßt 2.500m² Fläche. Der Höhenunterschied innerhalb des Höhlensystems beträgt 45m.


Die Höhle befindet sich unterhalb der kleinen Kirche Blick zum Höhleneingang
Der Fußweg zum Höhleneingang Blick zum Höhleneingang
Der Höhleneingang

Die Besichtigung der Höhle

Zunächst steigen wir in die 25 x 25m große Doline (trichterförmige Bodenvertiefung) hinunter, die durch den Bruch eines Teils der Höhlendecke entstanden ist. An der tiefsten Stelle öffnet sich der 27m breite und 10m hohe, apsidenartige Eingang zur Grotte.

Der erste Raum mit insgesamt 97m Länge, 36m Breite und 47m Höhe wird der «Große Tempel» genannt und ist mit wunderbaren Decken- und Wandsintern überzogen. Auf den Gesteinsbrocken, die hier und da am Boden liegen, sind riesige tierähnliche Stalagmiten gewachsen, unter denen zwei hinten rechts besonders auffallen. Der eine 8rn hohe Bodensinter hat die Form eines weiblichen Kopfes, der einer Göttin gehören könnte, während der zweite die 11m hohe Gestalt eines menschlichen Rumpfes mit Kopf hat. Man nimmt an, daß beide in der minoischen Zeit kultisch verehrt wurden.

An dieser Stelle beginnt der 24 x 8 x 25m große «Altarsaal». Ein natürlicher Stein wurde als Altar benutzt. Auf dem Boden liegen viele Scherben.

In den dritten, 6m tiefer liegenden Raum, das «Adyton», kommt man vom linken, rückwärtigen Teil des «Großen Tempels» aus. Anschließend führt ein 6 m langer Gang mit schönen Sintern in den runden, 12 x 12m großen «Kultsaal», dessen Decke und Wände von herrlichen Tropfsteinen überwuchert sind. Von hier aus steigen wir in den 4m höher gelegenen kleinen «Gebetssaal» hinauf, in dem sich eine Fülle von Sinterbildungen konzentrieren. Weitere 4m höher befindet sich die «Kapelle», ein ebenfalls an schönen Sintern reicher Raum.

Höhlenplan Skoteino-Cave
Agia-Sophia-Höhle
Die Höhle Gouvernéto
Die Höhle von Geraní
Melidóni-Cave
Sfendoní-Cave
Die Idäische Grotte
Die Eileithyia-Höhle
Die Höhle von Psychró
Die Trapéza Höhle
Die Höhle von Milatos
Die Höhle Pelekita
 
 
nach oben