Sfendoni-Cave

Sfendoni-Cave

Homepage

Die Geschichte der Höhle

Ein Mädchen kletterte voller Neugierde in ein kleines Loch in einem Felsen, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Vor ihm tat sich eine weite unterirdische Welt auf, in die es unbekümmert vordrang, ganz gefesselt von den seltsamen Eindrücken. Tagelang suchten die Eltern vergeblich nach ihrem Kind, bis sie sich schließlich verzweifelt entschlossen, auch in dem Loch zu suchen. Sie fanden das Mädchen acht Tage nach seinem Verschwinden am Ende der Höhle, aber es war schon tot. Auf seinen Zügen lag ein verklärtes Lächeln, weshalb die Leute sagten, es sei von Feen verzaubert worden. Diese Erklärung ist nicht ganz unzutreffend. Die 3.400m² große Grotte besteht aus einer Unzahl von Räumen, in denen die verschiedensten Tropfsteinformen in erstaunlichen Zusammenstellungen konzentriert sind, und es ist zu verstehen, daß diese Umgebung einen mit ihrer Schönheit verzaubern kann. Die Höhle befindet sich in der Nähe des Dorfes Zonianá in einer idyllischen Gegend, die von großartigen Felsen, Ausläufern des Psilorítis-Gebirges, umgeben ist. Am Fuß der Felsen entspringt eine kleine Quelle. Nach allen Seiten hat man einen Blick in die weite Landschaft



Die Besichtigung der Höhle

Wir kommen zunächst in einen Raum mit mächtigen Säulen und kleinen Stalagmiten, von denen die meisten auf einem Felsen am Ende des Raumes stehen.Hinter diesem Felsen als Trennwand liegt der "Vorraum mit den Orgeln". Senkrechte Sinterröhren an drei Seiten erinnern an Kirchenorgeln, während an der vierten Wand zu unserer Rechten eine schöne Treppe zu den "Katakomben" führt.Durch enge Gänge kommen wir zur "Kapelle". Diese Stelle ist regelrecht mit wunderbaren Sintersäulen, aus denen auch die Wände der "Kapelle" bestehen, überladen. Die Natur hat hier ein "Kunstwerk" von solcher Schönheit hervorgebracht,wie es von Menschenhand nicht einmal nachgeahmt werden könnte. Die Säulen, die die "Kapelle" umschließen, lassen nur zwei kleine Zwischenräume frei.Durch den einen sind wir gekommen, und durch den zweiten verlassen wir den Raum wieder, der in uns ein Gefühl der Andacht geweckt hat.

Eingang der Höhle

Ein Gang mit dichten Sinterbildungen führt uns zum prachtvoll geschmückten "Palast des Zeus". Um einen Teich in der Mitte des Raumes gruppieren sich Reihen schlanker Säulen, die aus der griechischen Antike zu stammen scheinen, sowie Sinterdraperien und überaus hohe Stalagmiten. Wir durchqueren den Palast auf der rechten Seite zwischen den Säulen und weiteren Stalagmitenreihen hindurch und kommen in einen abschüssigen Raum, den "Parthenon", den man von seinem höchsten Punkt in seiner ganzen Ausdehnung überschauen kann.

An seinem Ende bilden Felsen und Versturzbrocken ein "urweltliches Chaos". Sie versperrten zunächst wie eine Barrikade den Weg. Es wurde jedoch eine Passage gefunden, indem man sich zwischen den Brocken hindurchzwängte, so daß man jetzt durch einen bequemen Zugang ins "Adyton", das "Allerheiligste" des Tempels, gelangen kann. Unter vielfarbigen Sinterfahnen hindurch kommt man dann von hier aus zum "Panorama-Blick", einem weiträumigen, gleichsam herrschaftlichen Saal, der wie mit kostbaren Kunstwerken geschmückt ist. Von hier aus hat man einen herrlichen Rundblick auf tiefer liegende Bereiche. Nach rechts hin trennt eine Säulenstellung diesen "Panorama-Raum" von der "Kathedralkirche".

Eine Gruppe locker zusammenstehender Säulen und Stalagmiten sind die "Wächter" des "Saales mit den versteinerten Wellen". Durch die Wellentäler können wir diesen herrlichen gewellten Sinterboden betrachten, der von einer Stalaktitenwand umschlossen ist. Auf diese feinen Werke der Natur folgen auf dem Weg zur "Kathedralkirche" hinunter imposante und massige Formen.

Über eine monumentale, von zauberhaften Sinterbildungen gerahmte Treppe steigen wir wieder zum "Panorama-Blick" hinauf.

Die rechte, stark ansteigende Seite dieses Raumes ist an ihrem höchsten Punkt mit wundervollen Sintervorhängen und Säulen versehen, die die "Kathedralkirche" vom "Panorama-Blick" trennen. Zwischen kolossalen Säulen am anderen Ende dieses Raumes hindurch kommen wir in den "Versteinerten Wald". Unter großen Schwierigkeiten wurde eine Passage zwischen den steinernen Riesen und Kaskadensintern geschaffen, damit man das alles aus der Nähe betrachten kann.

Ein anderer Gang führt uns zunächst zum "Adyton" und dann in den "Parthenon", wo wir jetzt alle seine Schönheiten aus der Nähe betrachten können. Durch Säulen und Stalagmiten gehen wir zur "Krippe" hinunter. Dann steigen wir labyrinthartige Gänge hinauf, zwischen Tropfsteinkomplexen auf beiden Seiten hindurch und an kleinen Höhlenabschnitten mit einer Fülle von Sinterbildungen vorbei, um an der linken Seite des "Zeus-Palastes" wieder hinunterzugehen.
Höhlenplan Sfendoni
Agia-Sophia-Höhle
Die Höhle Gouvernéto
Die Höhle von Geraní
Melidóni-Cave
Die Idäische Grotte
Die Eileithyia-Höhle
Die Höhle Agia Paraskeví
Die Höhle von Psychró
Die Trapéza Höhle
Die Höhle von Milatos
Die Höhle Pelekita
 
 
nach oben