Agia-Sophia-Höhle

Die Agia-Sophia-Höhle

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Die Geschichte der Höhle

Zur Zeit, als Eroberer in Griechenland Kirchen zerstörten und lkonen verbrannten, flüchtete sich, der Überlieferung zufolge, die lkone der Heiligen Sophia aus Konstantinopel in die gleichnamige Höhle in der Nähe des Dorfes Topólia, 48km von Chaniá entfernt.

Eine andere Erzählung berichtet, daß zur Zeit der Venezianerherrschaft die geächteten Aufständischen begnadigt wurden, wenn sie den Kopf ihres Vaters oder ihres Bruders auslieferten. Weil sich auf den jungen Anführer I. Psaromílingos die Hoffnungen der Aufständischen gründeten, riefen ihn sein Vater und sein Onkel, der Bischof von Kíssamos, Melchisedék, zu sich in diese Höhle und forderten ihn auf, sie zu enthaupten, um sich selbst zu retten und für die Freiheit des Vaterlandes zu kämpfen. Da der junge Mann vor einer solchen Tat zurückschreckte, sahen sich die Alten gezwungen, sich selbst zu töten. Notgedrungen schlug er ihre Köpfe ab und überbrachte sie den Venezianern, die ihn daraufhin begnadigten.

Die 3000m² umfassende Höhle wurde geologisch vom Naturwissenschaftler Elevth. Platákis untersucht, prähistorisch von dem Religionswissenschaftler Paul Faure, der neolithische Relikte aus der Zeit von 4-5000 v.Chr. entdeckte, und unter Verantwortung von Anna Petrocheilou wurde die Grotte erkundet und kartographiert

Ein ansteigender Fußpfad führt uns von der Fahrstraße zu dem riesigen apsidenartigen Höhleneingang von 25 x 10m, in dessen Mitte ein Glockenstuhl steht.

Im ersten Höhlenabschnitt befindet sich auf der linken Seite ein kleines Kirchlein der Heiligen Sophia. Der Boden davor wurde künstlich eingeebnet und zu einem weiträumigen Platz gestaltet, um die vielen Wallfahrer aufzunehmen, die sich am Namenstag der Heiligen Sophia hier versammeln.

Blick zum Eingang der Höhle
Kapelle der Agia Sophia
Stalagmit Stalagmit

Die Besichtigung der Höhle

Eine Gruppe sehr hoher, mächtiger Stalagmiten verstellt den Blick ins Höhleninnere, einen weiten Raum von 70 x 70 x 10-20m, der von großartigen bunten Stalagmiten und Säulen in Abschnitte unterteilt ist.

Wir folgen dem Durchgang nach rechts, gehen zwischen reichen Sinterformationen hindurch und steigen zur Mitte des Raumes hinauf, um die tiergestaltigen Tropfsteinbildungen dort anzuschauen. Rechts steht ein riesiges "Kamel" am Ausgang ein "Bär", und um uns herum erkennen wir "Riesen" und "Zwerge", die sich im Wasser eines Teiches spiegeln.

Das durch den Eingang dringende Tageslicht verleiht den Tropfsteingebilden ein unwirkliches Aussehen. Im Kreis gehen wir zu dem sehr gepflegten Kirchlein und zum Platz davor zurück, um von oben die unbeschreibliche Aussicht auf die, großartige Tokoliano-Schlucht zu genießen.

Höhlenplan Agia-Sophia-Höhle
Die Höhle Gouvernéto
Die Höhle von Geraní
Melidóni-Cave
Sfendoní-Cave
Die Idäische Grotte
Die Eileithyia-Höhle
Die Höhle Agia Paraskeví
Die Höhle von Psychró
Die Trapéza Höhle
Die Höhle von Milatos
Die Höhle Pelekita
 
 
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